Die Rückkehr

Die Rückkehr

Auf dem Weg nach Hause nach einer einwöchigen Session in Niedersachsen mit meinem besten Kumpel Daniel machte ich mir bereits meine Gedanken, wie ich die kommenden Wochen plane. Kurz nach dem ich Daniel Zuhause abgesetzt hatte, fuhr ich auf direktem Weg zu dem Gewässer. Was bei mir im Fokus stand. Hierbei handelt es sich um ein Gewässer Komplex von über 100 Hektar Wasserfläche wo ich schon, bereits im Sommer gefischt hatte, jedoch auf Grund diverser Wassersport Aktivitäten nicht das volle Potenzial schöpfen konnte.

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Am Wasser angekommen verschaffte ich mir erst einmal eine Übersicht der Plätze mit dem Echolot und der Marker Rute. Da ich den See kenne und wusste was mich erwartet, hatte ich die Plätze schnell gefunden und sofort mit einer ordentlichen Menge Futter bestückt. Als Aktivierung der Spots kam ein Partikel Mix, Feed-Grade Fish und die in der sich befindenden Testphase Feed-Grade Fruit Boiliesin 24 mm zum Einsatz.

 

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Die Größe der Köder habe ich bewusst Gewählt da der See einen überdurchschnittlichen Graser Bestand aufweist und die Fische echt zu einer nerven zerreißenden Probe werden. Natürlich war mir klar, das ich mir mit dem Partikel Mix alles andere tue, als mir die Mitesser vom Leib zu halten, doch das war teil meiner Taktik. Ich wollte den Platz erst einmal aktivieren, um überhaupt Aufmerksamkeit zu bekommen. Die Vergangenheit hat oft gezeigt das die Fische Zugruten haben und längst nicht überall fressen nur, weil dort Futter liegt. Immerhin hat mir diese Taktik einen schönen Spiegler beschert!

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Ich stellte mich Also taktisch so auf, dass ich die Struktur reichsten Bereiche im See wählte der ziemlich zentral von zwei Kanal Einläufen lag. Hier war ich mir sicher, dass die Fische dort vorbeikommen und nach Nahrung suchen. Ich entschied mich für Plateaus in tiefen von 2,80 bis 4,50 und als ich am nächsten Tag die Plätze mit der Unterwasser Kamera kontrollierte konnte es auch schon losgehen. Das Futter war weg, ein Zeichen für mich, das ich sofort das füttern, von Partikeln unterlasse und ab sofort nur noch 24 mm Kugeln zum Einsatz kommen. Zuhause angekommen erst einmal das Chaos beseitigen und eine heiße Dusche bevor es daran geht meine Sessions zeitlich so zu Planen das mir Wetterphasen gut in die Karten Spielen. Ich entschloss mich dazu erst mal kurze Nächte zu fischen. Zwischen meinem Job unter der Woche Angeln zu gehen hatte den Vorteil, das ich der einzige am See bin und es keinen Angeldruck gibt. Der Platz war also vorbereitet und die Zeiger standen auffangen meine Motivation war groß und mein Gefühl mehr als gut.

 

Sonntagabend packe ich bereits mein Takle ins Auto, um möglichst viel Zeit zu sparen, wenn ich nach Feierabend ans Wasser komme. So wenig Takle wie möglich und auch meine Rigsbeködereich bereits Zuhause. Am See angekommen ramme ich die Distanz Sticks in den Boden und Länge meine Ruten ab eins, zwei,drei und die Waffen sind scharf. Als Köder setzte ich auf Two-Light Hookbaits und einem Schneemann bestehend aus Feed-Grade Fruit getoppt mit einem weißen Fluolight Pop Up. Schnell noch ein paar Boilies mit dem Wurfrohr großflächig auf den Platz verteilt und das Warten beginnt.

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Wir haben ca. 21.00 Uhr als ich es mir auf meiner Liege bequem mache und mir den Wecker für 5 Uhr stelle. Als ich um Halb fünf noch vor dem Wecker aus meinen Träumern gerissen werde, wird er wahr, und ich drille einen ordentlichen Fisch wie sich später zeigt. Kurz darauf landet der über 20 Kilo schwerer Schuppen Karpfen in den Maschen vom Kescher und ich jubel auf. Besser kann ein Start in die neue Woche nicht laufen.

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Weiter machen 

Das gleiche Spiel, gleiche Uhrzeit, Unfassbar ! und wieder stehe ich am Ufer kurz vor der Schicht Und drille einen Fisch. Diesmal etwas leichter, aber egal ein weiterer Schuppi auf der matte noch bevor die Arbeit ruft. Dies wiederholte sich mehrere male, bis ich mich dazu entschloss eine Wochenend-Sitzung zu halten um besonders die morgen und mittags stunden zu nutzen. Die erste Nacht ging ich leer aus doch als am Vormittag endlich der ersehnte Biss kommt, wusste ich nicht was mich erwartet. Der Fisch am anderen Ende hat ordentlich Dampf, ich spüre anhand der wenigen Kopfschläge das es sich um einen sehr großen Fisch handeln muss. 15 Minuten bin ich bereits am Kämpfen und der Fisch hat noch immer nicht die Oberfläche durchbrochen. Kein Wunder den als er endlich aufgibt und ich zur Landung ansetzte, sehe ich schon das es ein ganz besonderer ist und kurz darauf halte ich einen meiner Zielfische in den Armen. Ein Spiegler mit Ordentlichen Schuppen auf der Seite und einem Maul wo ein Tennisball drin Platz finden würde.

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Den Fisch versorgt, Rute abgelenkt und es kann weiter gehen. Am Rest vom Tag passiert nichts mehr dennoch konnte ich mehr als zufrieden in die letzte Nacht gehen. Am frühen Morgen dann etwas was ich noch nie erlebt habe. Biss! Und während ich den Fisch drille und gerade eingesetzt habe läuft eine weitere Rute ab, ich bin völlig aus dem Häuschen! Jetzt musste alles schnell gehen und ich musste den Fisch erstmal in die Sling setzen, bevor es hier weiterging!

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Was für ein Maul – da passen locker 30mm Boilies rein!

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Ein Absolut unvergessliches Erlebnis was mir wieder ganz klar gezeigt hat die Vorbereitung und Taktik das absolute A und O ist. Ich wüsche allen eine tolle Zeit am Wasser und dicke Fische. 

 

Euer Marcel