Bezahltes Wasser von Marcel Bassanello

Bezahltes Wasser

Endlich stand der Urlaub vor der Türe. Eine Woche fischen gehen, aber diesmal keine herkömmliche Angelei sondern Pay-Lake Fischen in Frankreich. Für mich und meinen Freund Daniel eine komplett neue Welt. Viele negative Meinungen spalten diese Art des Karpfenangeln. Nichtsdesto trotz wollten wir uns einmal selbst von solch einem Gewässer eine Meinung bilden.

Nach der achtstündigen Autofahrt kamen wir endlich an unser ziel. Ein 28 Hektar großer Flachlandsee mit einem enormen Karpfen bestand von Ca. Tausend Fischen. Ein einfaches Unterfangen? Während wir unser Tackle aus dem Auto packten, knallte die Sonne schon mit über 35 Grad vom Himmel und sorgte dafür das ,dass Wasser sich enorm aufheizte.

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Wir beschlossen einen großräumigen Futterplatz anzulegen, aus einer Mischung aus Feed-Grade Fish Boilies und White Nut Boilies. Als Hakenköder kamen schwerelose Highlight-Hookbaits zu Einsatz, gebunden an steifem Vorfachmaterial in Verbindung mit den handgeschärften Gripper-Hooks. Wir platzierten vier Ruten auf diesem platz und versorgten uns erst einmal mit einer kräftigen Mahlzeit um den Abend ausklingen zu lassen.

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Die Nacht verlief ruhig und ehrlich gesagt waren unsere Erwartungen auch nicht anders. Ich stellte mir den Wecker ziemlich früh, um Ausschau zu halten nach springenden fischen.

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Und so Saß ich mit einem guten Frühstück beim Sonnenaufgang und beobachtete das Wasser. Während ich entspannt die Ruhe genieße, läuft wie aus dem nichts einer meiner Ruten ab. Der Fisch zieht so Langsam Schnur von der Rolle das ich nicht mit einem Karpfen gerechnet hätte, erst als der Fisch vorm Kescher sichtbar wird, gleitet ein toller Spiegler in die Maschen.

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Wir waren der Meinung, das es jetzt Anlaufen wird und wir in den nächsten Stunden ordentlich zu tun haben. Wir platzierten den Rest der Ruten auf einem Futterplatz, den wir am Abend zuvor angelegt hatten. Diesem wollten wir eine Nacht Zeit geben, damit sich die Fische daran gewöhnen können. Doch die nächsten drei tage bleiben komplett erfolglos. Die Wassertemperatur war bereits auf 28 Grad gestiegen und sorgten dafür das die Fische träge wurden und keine Nahrung mehr zu sich nahmen.

Leicht Frustriert waren uns die Hände gebunden. Wie es beim Pay-lake Angeln so ist, hat man diese eine Stelle und muss das beste daraus machen. Uns beruhigte es ein wenig, dass der Rest der Besucher das gleiche Problem hatten und insgesamt nur sehr wenige fische gefangen wurden. So kamen keine zweifel auf das wir irgend, was falsch machen würden.

Der Tag neigte sich dem Ende und wir haben die traumhaft schöne Aussicht genossen – in der Hoffnung, den ein oder anderen Fisch noch überlisten zu können!

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Für die letzten zwei Tage entschlossen wir uns dazu einige Ruten in einer Bucht zu platzieren. Springende Fische anzuwerfen, kleine Haken-Köder in Verbindung mit Teig, diesen kneteten wir einfach um das Blei. Am nächsten morgen ging der Plan dann auf und ich konnte einen steigenden Fisch in den Kescher bekommen. Ein schöner Schuppenkarpfen mit einer hellen Färbung. Leider blieb es bis auf einen Grasfisch von Daniel der letzte Fisch.

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Auch wenn wir bei diesem Trip nicht den Vorstellungen gerecht werden könnten, haben wir wieder ein Haufen Erfahrung gesammelt und einen schönen Urlaub genossen. Ich kann jedem nur empfehlen in den heißen Sommer Monaten Flachlandseen zu meiden, da sie sich mit ihrer geringen tiefe stark aufheizen und ein enormer Sauerstoff mangel herrscht.

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Ich wünsche allen eine schöne zeit am Wasser und viel Erfolg

Marcel Bassanello
Team P.R. Baits & Rods